»Der Wandel«
»Ich erschaffe Malereien die sich bewegen
mit Klang der still steht.«
In meiner Arbeit dokumentiere ich Wandlungsprozesse, die aus bewussten Impulsen entstehen und sich unkontrolliert entfalten – flüchtige, unwiederholbare Momente des Werdens und Vergehens.
01
über mich
Udo Hudelmaier ist ein in Deutschland geborener Künstler und Designer, der Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Augsburg (Diplom als Designer, 1999) studierte und sich dann anschließend auf digitale Medien mit den Schwerpunkten Motion-Design und On-Air-Design spezialisierte. Hudelmaiers breit gefächertes Portfolio umfasst Arbeiten für führende internationale Kunden.
Er arbeitete 2014 und 2015 als wissenschaftlicher Mitarbeiter für ICCI (Innovation for the Creative and Cultural Industries) der Universität Plymouth, wobei sein Schwerpunkt auf 360°-Filmen und Bildgebung lag. Seine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die audiovisuelle Wahrnehmung in immersiven, virtuellen Räumen.
Seine Leidenschaft für klassische künstlerische Techniken veranlasste ihn dazu, im Rahmen eines Masterstudiengangs für experimentelles Filmemachen an der University of Plymouth, Großbritannien (MA Contemporary Film Practice, 2010), Druckgrafik mit Kinofilm und digitaler Technologie zu kombinieren.
02
artist statement
»Das warum«
Meine künstlerische Arbeit reflektiert, was ich in meinem Leben vielfach erfahren habe. Mein Leben war und ist geprägt von erschütternden Veränderungen. Vom Verlust geliebter Menschen, von lebensbedrohenden Ereignissen und einschneidenden Erlebnissen.
Von den Möglichkeiten, die sich mir boten, damit umzugehen, entschied ich mich dafür, mich dem Lauf der Dinge hinzugeben und das Geschehene anzunehmen.
Ich erkannte dadurch, dass dies die Chance war, mich zu entwickeln. Diese Erfahrungen haben mich geprägt und ich übertrage diese auf die Kunst.
Je mehr ich versuche Kontrolle auszuüben, desto mehr enge ich mich und somit auch mein Werk ein. Wir beide werden unfrei. Kann ich aber loslassen und bin offen für den Prozess, dann kann ich leichter geschehen lassen und hänge nicht an einer Vorstellung fest.
Es ist die Freiheit der Arbeit und die Freiheit des Betrachters die miteinander in Schwingung geraten dürfen. Eine Gesprächsebene ohne Worte, ein Dialog aus Empfindungen heraus.
»Das was«
In meiner Arbeit löse ich die Grenzen zwischen Malerei, Film und Fotografie auf. Was ich erschaffe, sind abstrakte Malereien die sich bewegen mit Klängen die still stehen.
Meine Arbeiten sind ein Ausschnitt aus einem kontinuierlichem Fluss von Ereignissen und Transformationen.
In meinen Filmen gibt es weder einen Anfang noch ein Ende.
Mein Thema ist der Wandel. Es geht um das Werden und Vergehen.
Ich dokumentiere Prozesse, welche durch bewußte Impulse entstehen und sich jenseits von Kontrolle entfalten – flüchtige, nicht wiederholbare Momente des Werdens und vergehen.
Eines führt zum anderen und ist ohne das Vorhergegangene nicht möglich und wird selbst wieder zum Ausgang für Veränderungen.
Meine Filme dokumentieren diese natürlichen Prozesse, die ohne meinen Anstoß nie stattgefunden hätten.
Sie ereignen sich nur einmal und sind nicht wiederholbar. Aus diesem Fluss greife ich einzelne Momente bewusst heraus und zeige sie als Fotografien. Jeder dieser Augenblicke ist Ausdruck einer Wandlung.
»Das wie«
Für meine künstlerischen Arbeiten schaffe ich die Rahmenbedingungen, setze einen Impuls und lasse die Dinge sich entwickeln.
Wie ein Gärtner, der einen Samen pflanzt.
Es ist ein Weg ins Offene, der nicht von meiner Vorstellung kontrolliert wird.
Ich beginne mit dem Kopf und ende im Empfinden, versuche den Verstand zur Ruhe zu bringen und Gefühle zuzulassen.
Ich versuche mich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren.
Nichts soll während des Schaffensprozess ablenken, weder Gedanken an das Gelingen, noch an das Scheitern.
Mit Hilfe von Vergrößerungen und Zeitlupenaufnahmen gebe ich Einblicke in Abläufe, die dem Auge sonst verborgen blieben.